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Xiaojia Taijiquan

Der Kleine Rahmen des Chen Clan Taijiquan

Chen Shi Taijiquan Xiaojia

Taijiquan kennt eine Vielzahl an Formen und Ausprägungen. Eine erste Unterscheidung, welcher Richtung eine konkrete Übungspraxis zugehört, wird in der Regel anhand des Namens ersichtlich: Chen, Zhaobao, Huleijia, Yang, Wu, Wu-Hao-Stil, Sun usw. Obwohl die exakte Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte dessen, was heute als Taijiquan bekannt ist noch viele dunkle Flecken aufweist (gerade auch was die frühen Inhalte und Übungsweisen sowie Wechselwirkungen mit anderen Kampfkünstlern und Kampfkunst-Stilen betrifft), gilt es doch als gesichert, dass Chen Wangting (ca. 1600-1680), 9te Generation Chen-Clan, darin eine zentrale Rolle zukommt. Von ihm als realer und symbolischer Schlüsselfigur ausgehend hat sich in Chenjiaguo in der Provinz Henan das Chen-Clan Taijiquan entwickelt.

Innerhalb des Chen-Clan sind dabei schrittweise und über mehrere Generationen hinweg verschiedene Ausprägungen des Chen-Taijiquan entstanden. Der Beginn dieser Ausdifferenzierung wird dabei meist mit dem Wirken von Chen Youben (1780-1858) verbunden. Die so entstandenen Unterschiede betreffen die Komposition der Form bzw. taolu (enthaltene Bilder/Positionen sowie deren Anzahl und Reihenfolge) und die Art der Ausführung (eher aktiv, bewegt, öffnend oder eher ruhig und kompakt), aber auch zugrundeliegende Theorien und Konzepte (Dammbereich, Hüftbewegung, Kraftübertragung u.a.) sowie praktische Kampfanwendungen. Die Familien, welche diese Richtungen entwickelt und fortgeführt haben, unterscheiden sich dabei hinsichtlich der Genealogie als auch bezüglich ihrer Wohnort-Verteilung in Chenjiaguo.

Die beiden Haupt-Strömungen werden heutzutage mit „Großer Rahmen“ (Dajia) und „Kleiner Rahmen“ (Xiaojia) bezeichnet. Auch wenn noch nicht klar ist, seit wann genau diese Begriffe gebräuchlich sind (vermutlich jedoch erst seit den späten 1930-Jahren), spiegeln sie doch eine tatsächlich bestehende Differenzierung innerhalb des Chen-Taijiquan wider. Eine weitere Unterteilung bzw. Benennung in „Alter Rahmen“ (Laojia) und „Neuer Rahmen“ (Xinjia), wobei zuweilen der „Kleine Rahmen“ mit dem „Neuen Rahmen“ verwechselt wird, ist jedoch eindeutig neueren Ursprungs und historisch nicht belegbar.

Einen wesentlichen Markstein für die Geschichte der später als „Kleiner Rahmen“ bezeichneten Entwicklungslinie stellt Chen Xin (1849-1929) dar, dessen Werk „Grafische Erläuterungen zum Taijiquan des Chen-Clans“ (Chen Shi Taijiquan Tushuo) seit seinem Erscheinen (1933) von Taijiquan-Experten aller Stilrichtungen rezipiert und für seine Tiefgründigkeit gelobt wird. Chen Xin hatte seine Fertigkeiten von seinem Vater Chen Zhongshen (1809-1871) und dessen Bruder Chen Jishen (1809-1865) übermittelt bekommen, welche ihrerseits als herausragende Vertreter der Tradition bekannt waren. Spätestens seit dieser Zeit wird daher das Taijiquan des Kleinen Rahmen in seiner bis heute erhaltenen, praktischen und theoretischen Fundierung bestanden haben.

Über Chen Xin führt die Linie nach drei weiteren Generationen (Chen Chunyuan, Chen Honglie, Chen Liqing & Chen Lixian) schließlich zu Chen Peishan (geb. 1962) und Chen Peijiu (geb. 1965), den Vorsitzenden der „International Society of Chen Taijiquan“ (ISCT) sowie Linien-Oberhäupter des in der „Gesellschaft zur Praxis und Erforschung des Kleinen Rahmen Chen Clan Taijiquan e.V.“ praktizierten Kleinen Rahmen Chen-Clan Taijiquan.

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